Rechtsanwalt Erbrecht

TestamentErbvertrag

Testament Testierfähigkeit

Minderjährige

Testierfähigkeit des Erblassers ist Voraussetzung für die Wirksamkeit des Testaments.

Testierfähig ist jeder, der das 18. Lebensjahr vollendet hat.

Die Testierfähigkeit wird grundsätzlich vermutet. Ihr Vorliegen wird nur bei konkreten Zweifeln durch das Nachlassgericht von Amts wegen geprüft. Die Prüfung findet im Rahmen des Erbscheins statt.

  • Minderjährige

    Minderjährige, die das 16. Lebensjahr vollendet haben sind ebenfalls testierfähig. Allerdings dürfen sie nur notarielle (öffentliche) Testamente aufsetzen. Das notarielle Testament wird entweder durch mündliche Erklärung vor dem Notar oder durch Übergabe einer offenen Schrift an den Notar errichtet. In beiden Fällen muss der Notar den Minderjährigen zu seinem eigenen Schutz vor überstürzten Aktionen belehren. Der Minderjährige benötigt für die Errichtung seines Testaments keine Zustimmung seines gesetzlichen Vertreters (Eltern, Vormund).

    Personen unter 16 Jahren sind nicht testierfähig. Ihre Testamente sind stets nichtig. Ihr gesetzlicher Vertreter darf auch kein Testament für sie errichten.

  • Geistige oder seelische Behinderung, Bewusststeinsstörung, Demenz

    Die Testierfähigkeit wird durch geistige oder seelische Behinderung, Bewusstseinsstörung oder Demenz ausgeschlossen. Das betrifft diejenige Person, die die Bedeutung ihrer Willenserklärung nicht einsehen und ihren Willen nicht frei von Einflüssen Dritter bilden und äußern kann. Bei wechselnden Zuständen des Erblassers sind aber die in sog. lichten Zwischenphasen errichteten Testamente wirksam.

    Allein die Tatsache, dass ein rechtlicher Betreuer für den Erblasser bestellt war, beweist aber noch nicht die Testierunfähigkeit.

    Expertenrat

    Haben Sie Zweifel am Testierwillen oder an der Testierfähigkeit des Erblassers, wenden Sie sich an einen Rechtsanwalt oder das Nachlassgericht.

Haben Sie Fragen zu Testament, Erbvertrag, Testierfähigkeit, Testamente Minderjähriger oder zum Thema:

  • Wer stellt die Testierfähigkeit fest?
  • Wen trifft die Beweislast für die Feststellung der Testierfähigkeit?
  • Wann kann man frühestens die Testierfähigkeit rechtlich prüfen lassen?
  • Wie stellt ein Gericht die Testierfähigkeit fest?
  • Gibt es eine partielle Testierfähigkeit?
  • Können unvernünftige oder nicht nachvollziehbare Verfügungen des Erblassers zur Annahme der
        Testierunfähigkeit führen?
  • Feststellungslast der Testierfähigkeit bei undatiertem Testament?
  • Zieht eine festgestellte Demenz automatisch eine Testierunfähigkeit nach sich?
  • Führen Hirnfunktionsstörungen zur Testierunfähigkeit?
  • Sind Schwachsinnige oder Debile testierunfähig?
  • Führen schizophrene Psychosen zur Testierunfähigkeit?
  • Testierunfähigkeit bei manisch depressiven Zuständen, Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen, abnormen
        Persönlichkeiten?

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Rechtsanwälte Voegele Lietzenburger Str. 72, 10719 Berlin Tel: +49 (0)30 38 37 79 26 Fax: +49 (0)30 38 37 79 28